Meldung

23.12.2025

Zur aktuellen Berichterstattung über die Bayerische Versorgungskammer in den Medien

In verschiedenen Medien wurde über Verluste der Vermögensanlage der Bayerischen Versorgungskammer im Zusammenhang mit einzelnen US-Immobilieninvestments berichtet. Als größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands führt die Bayerische Versorgungskammer die Geschäfte von zwölf berufsständischen und kommunalen Altersversorgungseinrichtungen, die für ihre Mitglieder und Versicherten Leistungen der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung erbringen. Hierzu gehört auch die Bayerische Ärzteversorgung.

Wir verstehen, dass solche Berichte bei einigen unserer Mitglieder nachvollziehbare Fragen aufwerfen. Zur besseren Einordnung geben wir Ihnen nachfolgend einen Überblick, wie Ihr Versorgungswerk tatsächlich aufgestellt ist.

Weiterhin ertragsstarkes Anlageportfolio
Die Buchwerte der Kapitalanlagen der Bayerischen Ärzteversorgung erhöhten sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 trotz der Ertragsschwäche im US-Immobilienportfolio auf rund 31 Mrd. € (+ 4,2 %). Die Nettokapitalerträge betrugen im Jahr 2024 insgesamt 1.092 Mio. €. Mit einer Nettoverzinsung von 3,59 % wurde der Rechnungszins von 3,25 % erneut deutlich übertroffen. Was bedeutet der Rechnungszins konkret? In den Wert aller Anwartschaften, auf die jedes Mitglied satzungsgemäß Anspruch hat, werden bereits die künftigen Zinserträge in Höhe des Rechnungszinses eingerechnet. Der berücksichtigte Rechnungszins führt zu einem hohen Grundniveau der Versorgungsleistungen, bedeutet aber letztlich auch, dass darüber hinausgehende Dynamisierungen erst möglich sind, wenn der Rechnungszins durch die Nettoverzinsung überschritten wird oder es zusätzliche Erträge aus der Umlagekomponente gibt.

Die Kapitalmärkte zeigten sich im Geschäftsjahr 2024 wieder uneinheitlich. Der Streuung des anzulegenden Kapitals kommt daher besondere Bedeutung zu. So können Mindererträge in einem Segment – wie derzeit z.B. im Immobiliensektor – durch generierte Mehrerträge in den anderen Assetklassen kompensiert werden. Angesichts dieses Jahresergebnisses stimmte der Landesausschuss der Bayerischen Ärzteversorgung auf seiner Sitzung am 18.10.2025 einer Dynamisierung der Anwartschaften und laufenden Versorgungsleistungen erneut um 2 % zum 1. Januar 2026 zu. Dies ist eine positive Botschaft für alle Mitglieder des Versorgungswerkes. Das Leistungsniveau der Ruhegelder bleibt damit im Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung weiterhin deutlich höher. Auch für das Geschäftsjahr 2025 lässt sich aus heutiger Sicht eine Nettoverzinsung über dem Rechnungszins von 3,25 % voraussagen.

Verantwortungsvoller Umgang mit den Beiträgen der Mitglieder ist oberste Pflicht
Den Selbstverwaltungsgremien der Bayerischen Ärzteversorgung ist die hohe Verantwortung für die Alterssicherung der Mitglieder bewusst. In diesem Zusammenhang begrüßen sie das von der Bayerischen Versorgungskammer angekündigte Maßnahmenprogramm. Genauere Informationen hierzu stehen auf der Homepage der Bayerischen Versorgungskammer zur Verfügung; den Link dazu finden Sie hier.

zurück