Aktuelles

Der 1. Januar ist ein besonderes Datum. Nicht nur, weil es der erste Tag in jedem Jahr ist, sondern auch, weil dann häufig neue Gesetze und Regelungen in Kraft treten. Einige, für die Mitglieder der Bayerischen Ärzteversorgung besonders bedeutsame Kenngrößen, haben wir im Folgenden zusammengestellt:

Beiträge von Selbständigen
Der Pflichtbeitrag von Selbständigen (z.B. in eigener Praxis Niedergelassene und Praxisvertreter) bei Mitgliedschaftsbeginn ab dem 01.01.2015 beträgt 18 % des reinen Berufseinkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze West der Deutschen Rentenversicherung Bund und 7 % der darüberhinausgehenden Einkommensteile. Die Beitragsbemessungsgrenze West für das Jahr 2021 liegt bei 85.200 Euro jährlich (7.100 Euro monatlich).

Für Selbständige, die bereits vor dem 01.01.2015 Mitglied waren, beträgt der Beitragssatz - aufgrund eines Übergangszeitraums infolge der Beitragssatzreform - dieses Jahr 17,5 % des reinen Berufseinkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze West der Deutschen Rentenversicherung Bund und 7,25 % der darüberhinausgehenden Einkommensteile.

Für die Zeit ab der ersten Niederlassung in eigener Praxis bis zum Ablauf des zweiten darauffolgenden Kalenderjahres wird der Pflichtbeitrag auf 8 % des reinen Berufseinkommens ermäßigt.

Beiträge von Angestellten
Angestellte Mitglieder, die von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, haben zur Bayerischen Ärzteversorgung als Pflichtbeitrag grundsätzlich den gleichen Beitrag zu leisten, den sie ohne die Befreiung an die gesetzliche Rentenversicherung zahlen müssten. Dies sind im Jahr 2021 einschließlich des Arbeitgeberanteils 18,6 % des Bruttoarbeitsentgelts bis zur Beitragsbemessungsgrenze West der Deutschen Rentenversicherung Bund. Bei einem monatlichen Bruttoarbeitsentgelt von 7.100 Euro oder mehr beträgt der höchste Pflichtbeitrag monatlich 1.320,60 Euro. Die Mitglieder haben gegenüber ihrem Arbeitgeber einen Anspruch auf Zahlung eines Zuschusses in Höhe der Hälfte dieses Beitrags (§ 172a SGB VI).

Besteht eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und wird eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung zugunsten der Bayerischen Ärzteversorgung nicht beantragt, so sind die genannten Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung zu entrichten. Daneben ist an die Bayerische Ärzteversorgung der halbe Mindestbeitrag zu zahlen, der im Jahr 2021 monatlich 82,50 Euro beträgt.

Steuerliche Berücksichtigung von Altersvorsorgeaufwendungen
Aufwendungen für die Altersvorsorge können dieses Jahr steuerlich besser abgesetzt werden. Dazu zählen auch die Pflichtbeiträge und freiwilligen Mehrzahlungen zum berufsständischen Versorgungswerk. Für die Berücksichtigung der Sonderausgaben gilt seit dem 01.01.2021 ein Höchstbetrag von 25.787 Euro. Davon wirken sich 92 % steuermindernd aus. Bis zum Jahr 2025 erhöht sich dieser Prozentsatz jährlich um 2 % auf schließlich 100 %. Das heißt: Alleinstehende können dieses Jahr 23.724 Euro und Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartner 47.448 Euro steuerlich geltend machen. Bei Arbeitnehmern wird der Sonderausgabenabzug durch den steuerfreien Arbeitgeberanteil reduziert.

Steuerpflichtiger Anteil der Alterseinkünfte
Mit dem Anstieg des Prozentsatzes der steuerlich abziehbaren Beiträge zur Altersvorsorge steigt auch der Prozentsatz für den steuerpflichtigen Anteil der Alterseinkünfte. Ab diesem Jahr allerdings nicht wie bisher um zwei Prozentpunkte, sondern nur noch um einen Prozentpunkt. Beginnt der Bezug von Versorgungsleistungen z.B. im Jahr 2021, liegt die Höhe des Umfangs der Steuerpflicht bei 81 %. Im Jahr 2040 wird der steuerpflichtige Rentenanteil 100 % betragen. Alle künftigen Rentenerhöhungen fließen vollständig in die Besteuerung ein.

Dynamisierung
Angesichts der soliden Beitragsentwicklung und des zufriedenstellenden Geschäftsergebnisses im Jahr 2019 hat der Landesausschuss die Rücklagen des Versorgungswerkes weiter deutlich ausgebaut, um auch künftig für außergewöhnliche Ereignisse ausreichend gerüstet zu sein. Zudem wurde eine Dynamisierung der Anwartschaften und laufenden Versorgungsleistungen zum Jahresanfang 2021 von 1 % beschlossen. Dies bedeutet keine Schlechterstellung gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung, da sowohl die Ausgangsverrentung als auch die Gesamtverrentung des Versorgungswerkes systembedingt höher ist, weil die künftige Verzinsung der Kapitalanlagen hier bereits von Anfang an eingerechnet ist.

 

Wenn nun das neue Jahr vor einem liegt, erscheint es einem zunächst unfassbar lang. Unmöglich, da schon ans Ende zu denken. Kaum aber steckt man drin, hat sich eben daran gewöhnt, die neue Jahreszahl zu schreiben, fängt es mit hoher Geschwindigkeit an zu vergehen. Klar ist bislang jedenfalls: Enden wird 2021 so, wie es begonnen hat, an einem Freitag. Alles andere? Ziemlich ungewiss.

Bewegte Zeiten liegen hinter uns und die nächsten Wochen und Monate werden weiterhin von Unsicherheiten geprägt sein. Die Bayerische Ärzteversorgung ist gut gerüstet in das Corona-Jahr gegangen und macht auch 2021 das Beste daraus. Unser Versorgungswerk konnte erneut unter Beweis stellen, dass es für Stabilität steht. Bewährt hat sich vor allem unser robustes Geschäftsmodell: Dazu gehören ein flexibles Finanzierungssystem, eine breite Diversifizierung der Kapitalanlagen sowie eine hochwertige technische Infrastruktur, die u.a. flexibles Arbeiten aus dem Homeoffice erleichtert.

Im neuen Jahr wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung vor allem davon abhängen, wie schnell es gelingt, die Neuinfektionszahlen nachhaltig zu senken. Auch die Auswirkungen des Brexit sowie globale Interessen- und Handelskonflikte dürften die Finanzmärkte bewegen. Bleiben werden die Niedrigzinsen: Aufgrund der immensen neuen Staatsschulden in Verbindung mit den enormen zusätzlichen Liquiditätsbereitstellungen der Notenbanken ist der Weg für die nächsten Jahre vorgezeichnet. Mit einer Anhebung des Zinsniveaus ist vorerst nicht mehr zu rechnen.

Eine feste Konstante sind dagegen zahleiche Jahrestage und Jubiläen, die uns auch 2021 in großer Zahl durchs Jahr begleiten: Friedrich Dürrenmatt, Joseph Beuys und Sir Peter Ustinov wären 100 geworden – ebenso Sophie Scholl und Hildegard Hamm-Brücher. Die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA sind dieses Jahr 20 Jahre her, und vor 10 Jahren, am 11. März 2011, geschah die tragische Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima. Gleichzeitig werfen viele Ereignisse ihre Schatten voraus: Im Herbst dieses Jahres wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Aber nicht nur im Bund werden die Weichen gestellt, auch mehrere Länder erhalten neue Landesregierungen. Ein Jubiläum können insbesondere unsere rheinland-pfälzischen Mitglieder feiern, denn vor 75 Jahren, am 30. August 1946, wurde das Bundesland Rheinland-Pfalz gegründet. Das Jahr 2021 steht auch im Zeichen eines großen Gelehrten, dessen Geburtstag sich zum 200. Mal jährt: Rudolf Virchow. Der Begründer der Zellpathologie wird diese Tage oft zitiert, gilt er doch als Vorreiter des One Health-Gedanken, einen übergreifenden Ansatz zugunsten von Menschen- und Tierwohl, der die Ökologie zwingend einschließt. Zu welchen Leistungen die Wissenschaft bei weltweiten Anstrengungen fähig ist, hat sie eindrucksvoll im ersten Jahr der Corona-Pandemie gezeigt.

Ein neues Jahr ist wie ein unbeschriebenes Blatt. Es ist zugleich Aufforderung und Herausforderung, es zu gestalten. Wie in allen Lebensbereichen trifft dies auch auf die Arbeit der Bayerischen Ärzteversorgung zu. Daher sollte der Blick nach vorne gerichtet sein, denn Zeiten der Veränderung sind zugleich Zeiten des Aufbruchs. Es gab im vergangenen Jahr auch einige Lichtblicke, gerade im Zusammenhalt und im Miteinander sowie in der Kreativität, wenn es darum ging, das eine oder andere trotz aller Einschränkungen zu ermöglichen. Diese Erkenntnisse werden wir nutzen und weiterentwickeln.

Es steht wohl außer Frage, dass es ungewöhnliche Zeiten sind. Doch wie sagte Albert Einstein: "Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht." Mit diesem Zitat wünschen wir Ihnen für das neue Jahr viele schöne Momente, Zuversicht und vor allem gute Gesundheit. Wollen wir gemeinsam hoffen, dass uns 2021 erneute negative Überraschungen und Krisen erspart bleiben!

In wenigen Tagen endet ein Jahr, das uns wohl nachhaltig in Erinnerung bleiben wird: ein Jahr, in dem der 75. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs, der 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung und der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union fast nur als Randnotizen erschienen sind.

Wie kein anderes Thema bestimmt die Corona-Pandemie seit Monaten die öffentliche Diskussion und stellt in vielerlei Hinsicht eine Zäsur in unser aller Leben dar. Ein Virus fordert Wissenschaft, Medizin, Politik und die Gesellschaft als Ganzes heraus. Wir erleben derzeit ganz unmittelbar, wie fragil der Zustand einer „gewohnten Normalität“ plötzlich sein kann. Diese Krise ist eine Grenzerfahrung und führt vor Augen, was im Ernstfall funktioniert und was nicht.

Die Bayerische Ärzteversorgung konnte die vergangenen Monate erneut unter Beweis stellen, dass sie auch in unruhigen Zeiten für Stabilität steht. Unser Versorgungswerk hat die Herausforderungen bislang gut gemeistert, und vieles spricht dafür, dass dies auch für die möglicherweise noch ausstehenden Prüfungen gilt. In den vergangenen Jahren wurden sukzessive Sicherheitsmittel aufgebaut, um auch für außergewöhnliche Ereignisse, wie einen exogenen Schock, gerüstet zu sein. Die Bayerische Ärzteversorgung basiert auf einem robusten Geschäftsmodell, das sich durch ein flexibles Finanzierungsverfahren und ein breit diversifiziertes Kapitalanlageportfolio auszeichnet. Eine starke Solidargemeinschaft, basisnahe Selbstverwaltung sowie eine hohe Identifikation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter sind weitere Gründe für einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft.

Gesundheit ist das Wichtigste. Das haben wir in der Vergangenheit oft so dahingesagt. In diesen Tagen erleben wir, wie kostbar Gesundheit wird, wenn es gegen eine schwere Erkrankung kein Medikament und eingeschränkte Behandlungsmethoden gibt. Weihnachten ist auch die Zeit der Dankbarkeit: Unser ausdrücklicher Dank gilt den Mitgliedern der Bayerischen Ärzteversorgung, die angesichts der Pandemie vor besonderen medizinischen sowie gesundheitlichen Herausforderungen stehen und sich für das Wohl der Allgemeinheit engagieren.

In diesem Jahr wird die Weihnachtszeit, so viel lässt sich jetzt schon sagen, anders sein. Stimmungsvolle, vorweihnachtliche Besuche auf Weihnachtsmärkten, besinnliche Weihnachtsfeiern mit Freunden und Kollegen sind bereits entfallen, auch lang ersehnte Zusammenkünfte mit der Familie wird es in diesem Jahr nicht oder nur in sehr eingeschränkter Form geben. Unser größter Wunsch zum Weihnachtsfest wird daher sicher auch die Sehnsucht nach einem „normalen“ und vor allem gesunden Jahr 2021 sein.

Versuchen wir, optimistisch zu bleiben und aus dem aktuellen Geschehen zu lernen. Denn so hart und verheerend die Pandemie uns alle auch auf die Probe stellt: Es gibt ganz sicher auch eine Welt nach der Krise. Möge das neue Jahr Ihnen und Ihren Angehörigen vor allem gute Gesundheit und viel Zufriedenheit bringen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Ihre Bayerische Ärzteversorgung

Im Hinblick auf den anstehenden Jahreswechsel bitten wir um eine Einreichung der Meldungen im elektronischen Arbeitgebermeldeverfahren bis spätestens Montag, den 21.12.2020.

Sie ermöglichen uns damit – auch im Interesse der bei Ihnen angestellten Mitglieder der Bayerischen Ärzteversorgung – einen fristwahrenden Einzug der Beiträge vor dem Jahreswechsel. Hintergrund ist, dass insbesondere die Abläufe bei den Banken einige Zeit in Anspruch nehmen.

Für Fragen steht Ihnen die Arbeitgeberbetreuung unter der Telefonnummer 089/9235 8390 bzw. per Mail (ag-betreuung@bayerische-aerzteversorgung.de) gerne zur Verfügung.

Bitte geben Sie diese Information auch an Ihren Steuerberater bzw. Dienstleister weiter, soweit er für Sie die Meldungen einreicht.

09.12.2020

Dr. Wolfgang Rechl ist am 1. Dezember 2020 nach schwerer Krankheit in Alter von nur 62 Jahren in Regensburg verstorben.

Der Lebensweg von Dr. Wolfgang Rechl ist neben einer erfolgreichen beruflichen Tätigkeit gekennzeichnet von großem Engagement für die ärztliche Selbstverwaltung. Seit 2013 hatte er das Amt des 2. Vizepräsidenten der Bayerischen Landesärztekammer inne und engagierte sich hier u.a. für die Themen Gutachterstelle, Patientenrechte, Berufsordnung, Gebührenordnung für Ärzte und Transplantationsmedizin.

Einen bedeutenden Raum in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit nimmt auch der Einsatz für die Bayerische Ärzteversorgung ein. Als langjähriges Mitglied des Landesausschusses und stellvertretendes Mitglied des Verwaltungsausschusses hat er die erfolgreiche Entwicklung der Bayerischen Ärzteversorgung und des berufsständischen Versorgungswesens wesentlich mitgestaltet. Der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses der Bayerischen Ärzteversorgung, Dr. Lothar Wittek, würdigte den Verstorbenen: „Mit großem Sachverstand, Tatkraft und Einfühlungsvermögen hat er sich für die Weiterentwicklung der berufsständischen Altersversorgung eingesetzt. Wir trauern um einen hochgeschätzten Kollegen und liebenswürdigen Menschen. Unser herzliches Mitgefühl gilt seiner Frau sowie der gesamten Familie.“

Für die Mitglieder des Versorgungswerkes war Dr. Wolfgang Rechl immer ein Garant für Zuverlässigkeit. Er hat vieles mit auf den Weg gebracht, was dauerhaft Bestand haben wird. Die wohltuende Sachlichkeit und sein Verantwortungsbewusstsein für diese und künftige Generationen waren gestaltende Merkmale seines Wirkens. Die Freiberuflichkeit und das berufsständische Versorgungswesen verteidigte er aus voller Überzeugung.

Die Bayerische Ärzteversorgung ist dem Verstorbenen zu großem Dank verpflichtet. In lebendiger Erinnerung bleiben uns sein außerordentliches Engagement, aber auch seine Aufrichtigkeit und die Fröhlichkeit, die ihn auszeichnete.

Portraitbild Dr. Rechl (Quelle: Bayerische Landesärztekammer)

Die 43. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen e. V. (ABV) hat am 21.11.2020 den Internisten Rudolf Henke (Präsident der Ärztekammer Nordrhein) für die Amtsperiode 2020-2024 einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Henke, der dem Vorstand der ABV seit dem Jahr 2000 angehört, ist damit Nachfolger des Rechtsanwaltes Hartmut Kilger, der die ABV seit 2011 geleitet hat und auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausschied. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender bleibt der Architekt Hartmut Rüdiger. Neu in das Amt der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden wurde die Zahnärztin Dr. Eva Hemberger gewählt.

Als Mitglied des Vorstands wurde der Allgemeinmediziner Dr. Lothar Wittek erneut bestätigt. Dr. Lothar Wittek kann damit seine jahrzehntelange Erfahrung in der berufsständischen Altersversorgung weiterhin an maßgeblicher Stelle einbringen. Bereits 1994 wurde er in den Landesausschuss der Bayerischen Ärzteversorgung berufen, der ihn vier Jahre später in den Verwaltungsausschuss wählte. Im Jahr 2002 übernahm Dr. Lothar Wittek dessen Vorsitz. Als Vorsitzender des Kammerrats der Bayerischen Versorgungskammer ist Dr. Lothar Wittek auch mit den Belangen der weiteren Altersversorgungseinrichtungen unter dem Dach der Bayerischen Versorgungskammer bestens vertraut.

Im Anschluss an die Aufstellung des Vorstandes wählte die Mitgliederversammlung der ABV die Ausschüsse des Bundesverbandes, wobei Axel Uttenreuther (Mitglied des Vorstandes der Bayerischen Versorgungskammer und Ressortvorstand Bayerische Ärzteversorgung) als Mitglied des Rechtsausschusses bestätigt wurde. Neu vertreten im Finanzausschuss ist künftig der Zahnarzt Dr. Michael Förster, der seit 1998 Mitglied des Landesausschusses der Bayerischen Ärzteversorgung ist. In den Verwaltungsausschuss wurde er im Jahr 2006 gewählt; in diesem Gremium übt er zugleich die Funktion des 1. Stellvertretenden Vorsitzenden aus.

Die ABV ist die Spitzenorganisation der 90 auf Landesrecht beruhenden öffentlich-rechtlichen Pflichtversorgungseinrichtungen der Angehörigen der verkammerten Freien Berufe (Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater bzw. Steuerbevollmächtigte, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer, Zahnärzte sowie Psychologische Psychotherapeuten und Ingenieure). Ziel des Zusammenschlusses der Versorgungswerke ist eine wirksame Interessenvertretung gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit sowie die Information der Versorgungswerke über politische Entwicklungen.

„Morgen“ oder „irgendwann“ kommt meist schneller als man denkt. Deshalb ist es sinnvoll, wichtige Angelegenheiten frühzeitig anzugehen. Mit freiwilligen Mehrzahlungen ist es möglich, die eigene Altersversorgung bereits heute auszubauen – ganz einfach und flexibel. Wie mit Pflichtbeiträgen werden damit zugleich der Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenschutz erhöht. Eine Gesundheitsprüfung ist nicht erforderlich.

Beim Vergleich mit alternativen Vorsorgevarianten ist festzustellen, dass freiwillige Mehrzahlungen meist deutlich höhere Leistungen erwarten lassen als Einzahlungen in andere Systeme. Und dies, obwohl die Sicherheit einer Anstalt des öffentlichen Rechts in der heutigen Zeit kaum zu übertreffen ist.

Es ergeben sich vor allem folgende Vorteile:

Erhöhung aller Leistungsansprüche

Durch die Zahlung von freiwilligen Beiträgen steigen die Ansprüche auf Altersruhegeld sowie entsprechend auch auf Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung.

Steuerliche Berücksichtigung

Beiträge (einschließlich freiwilliger Mehrzahlungen) an das Versorgungswerk sind als Sonderausgaben im Jahr 2020 zu 90 % steuerlich absetzbar. Unter Berücksichtigung des maximalen Abzugsvolumens können somit bis zu 22.541 EUR (45.082 EUR bei zusammenveranlagten Ehepartnern bzw. eingetragenen Lebenspartnern) als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Bei Arbeitnehmern wird der Sonderausgabenabzug durch den steuerfreien Arbeitgeberanteil reduziert.

Flexible Beitragsgestaltung

Die Höhe der freiwilligen Beiträge kann bis zu den satzungsgemäßen Höchstbeiträgen grundsätzlich selbst bestimmt werden. Die Obergrenze für alle Einzahlungen ist der allgemeine Jahreshöchstbeitrag (2020: 38.502 EUR).

Geringe Verwaltungskosten

Das Versorgungswerk zeichnet sich durch niedrige Verwaltungskosten aus. Es entstehen keinerlei Gebühren und Provisionen. Auch erfolgt keine Gewinnabführung an Kapitaleigner.

Transparenz & einfache Handhabung

Mit der jährlichen Zusendung einer Anwartschaftsmitteilung und Ruhegeldprognose sorgen wir für die notwendige Transparenz. Flexible Berechnungen können zudem im Online-Portal (www.baev24.de) durchführt werden. Die Aufstockung der Beiträge ist bewusst einfach gestaltet, eine kurze Mitteilung ist ausreichend.

Folgende Fristen und Angaben sind zu beachten:

Freiwillige Mehrzahlungen können sowohl für das laufende als auch das vorhergehende Jahr geleistet werden. Für eine steuerliche Berücksichtigung muss die Zahlung jedoch bis zum 31.12. des Veranlagungsjahres auf unserem Konto eingegangen sein. Spätere Wertstellungen dürfen nicht berücksichtigt werden.

Nennen Sie im Verwendungszweck Ihrer Überweisung bitte Ihre Mitgliedsnummer V-xxxxxx-x und schreiben Sie am besten „Freiwillige Mehrzahlung für JJJJ“. Das hilft Ihnen auch bei der einkommensteuerlichen Zuordnung.

Wenn Sie am Lastschriftverfahren teilnehmen, bitten wir Sie, uns Ihren Wunsch zu freiwilligen Mehrzahlungen neben der Deklaration bei der Überweisung auch noch kurz schriftlich oder telefonisch mitzuteilen. So ist sichergestellt, dass Ihre Zahlung wunschgemäß zugeordnet und verbucht wird. Bitte denken Sie im Falle der Teilnahme am Lastschriftverfahren daran, uns den Wunsch möglichst frühzeitig mitzuteilen, damit die Abbuchung noch vor dem 31.12. erfolgen kann.

Die Bankverbindung lautet:

Bayerische Landesbank München
IBAN: DE85 7005 0000 0000 0240 01
BIC: BYLADEMM

Deutsche Apotheker- und Ärztebank München
IBAN: DE84 3006 0601 0201 1337 72
BIC: DAAEDEDD

Unsere Mitarbeiter geben bei Bedarf gerne weitere Auskünfte oder Hochrechnungen. Sie erreichen uns unter folgenden Rufnummern: (0 89) 92 35-70 11 oder -74 13. Verbindliche Auskünfte zu steuerlichen Fragen können und dürfen nur die Finanzbehörden, Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine geben.

Für seine herausragenden Verdienste um die ärztliche Fortbildung ist Dr. Max Kaplan mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundesärztekammer ausgezeichnet worden. Der ehemalige Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) und Vorsitzende des Landesausschusses der Bayerischen Ärzteversorgung (BÄV) erhielt die Plakette im Rahmen des 79. Bayerischen Ärztetages überreicht.

Dr. Gerald Quitterer, sein Amtsnachfolger als Präsident der BLÄK und als Vorsitzender des Landesausschusses der BÄV, betonte in seiner Laudatio, dass sich Kaplan bereits seit den Anfangsjahren seiner berufspolitischen Tätigkeit aktiv für die ärztliche Fortbildung eingesetzt habe. Dazu zählten unter anderem die kontinuierliche Organisation und Durchführung von zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen während seiner Tätigkeiten als regionaler Vorstandsbeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns sowie als Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Memmingen/Mindelheim (2000 bis 2014).

Auch im Zuge seiner Funktionen als langjähriger Vorsitzender der Bayerischen Akademie für ärztliche Fortbildung (2005 bis 2018), als Wissenschaftlicher Leiter des jährlich stattfindenden Nürnberger Fortbildungskongresses der BLÄK (2010 bis 2017) sowie als Vorsitzender der Ständigen Konferenz „Ärztliche Fortbildung" der Bundesärztekammer (2015 bis 2019) habe sich Kaplan im hohen Maße um die ärztliche Fortbildung verdient gemacht.

Des Weiteren habe Kaplan an der Entwicklung der (Muster-)Fortbildungsordnung 2013 mitgewirkt und sich im Rahmen seiner Tätigkeiten als Präsident der BLÄK sowie als Vizepräsident der Bundesärztekammer für eine bessere Offenlegung von Interessenkonflikten bei der Durchführung von ärztlichen Fortbildungsveranstaltungen durch Dritte eingesetzt.

Für die berufsständische Altersversorgung engagierte sich Dr. Max Kaplan seit 2006 als Mitglied des Landesausschusses der BÄV. Von 2011 bis 2018 stand er zudem an der Spitze dieses Gremiums. Zukunftsweisende Maßnahmen wie beispielsweise die Beitragsreform für selbständige Mitglieder und die Einführung des Teilruhegeldes wurden in diesem Zeitraum erfolgreich umgesetzt.  

Die 1962 von der Bundesärztekammer gestiftete Ernst-von-Bergmann-Plakette wird verliehen für Verdienste um die ärztliche Fortbildung an in- und ausländische Persönlichkeiten. Ernst von Bergmann, 1836 in Riga geboren und 1907 in Berlin gestorben, gilt als einer der bedeutendsten Chirurgen. Besondere Verdienste erwarb sich von Bergmann durch die Weiterentwicklung chirurgischer Operationstechniken (Knie, Kopfverletzungen, Hirnchirurgie) und der Wundbehandlung.

Portraitbild Dr. Kaplan (Quelle: Bayerische Landesärztekammer)

Für die Initiierung der professionsübergreifenden Fortbildungsveranstaltung „One Health“ wurde Sanitätsrat Dr. Arnold Ludes am 16. September 2020 mit der Ehrenplakette der Ärztekammer des Saarlandes ausgezeichnet.

Vor rund einem Jahrzehnt wandte sich Dr. Ludes mit der Idee einer gemeinsamen Fortbildungsreihe von Veterinär- und Humanmedizin an die Ärztekammer des Saarlandes. Das Konzept, jährlich ein medizinisches Thema aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen zu betrachten, wird seit dem Jahr 2016 in Zusammenarbeit der ärztlichen und tierärztlichen Selbstverwaltungseinrichtungen erfolgreich umgesetzt. Die Veranstaltung findet großen Zuspruch und hat sich zu einer überregional beachteten Fortbildungsreihe entwickelt. Namhafte Referenten stellen dabei aktuelle Aspekte in der Human- und Veterinärmedizin aus unterschiedlichen Blickwinkeln dar.

Der Begriff „One Health“ drückt aus, dass Gesundheit nur durch einen umfassenden Ansatz zu erreichen ist. Im Vordergrund steht dabei die Zusammenarbeit von Human- und Veterinärmedizin. Maßgebend ist eine integrierte, interdisziplinäre Perspektive, die u.a. beim Kampf gegen bedrohliche Epidemien oder Antibiotikaresistenzen zum Tragen kommt. Der „One Health“-Ansatz verfolgt das Ziel, frühzeitig kritische Kontrollpunkte zu identifizieren und Präventionsstrategien zu entwickeln.

Angesicht der aktuellen Pandemie wird deutlich, wie wichtig eine Zusammenarbeit der Heilberufe ist. Rund zwei Drittel aller beim Menschen neu auftretenden Infektionskrankheiten stammen ursprünglich von Tieren. Dazu gehören die ältesten bekannten Infektionskrankheiten wie Tollwut, Pest, Tuberkulose und Influenza sowie zahlreiche mit Lebensmitteln assoziierte Infektionen, aber auch neu auftretende Erkrankungen wie Ebola und oder wie im aktuellen Fall das Coronavirus „Sars-CoV-2“.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Sinne von „One Health“ hat historisch betrachtet eine lange Vorgeschichte. Bereits im 20. Jahrhundert wurde der Begriff „One Medicine“ durch den amerikanischen Epidemiologen Calvin Schwabe geprägt. Schwabe setzte sich für eine engere Zusammenarbeit der Disziplinen im Gesundheitsbereich ein. Auch der Begründer der Zellpathologie, Rudolf Virchow, forderte bereits 1873 nachdrücklich: „Zwischen Tier- und Menschenarzneikunde ist oder sollte wissenschaftlich keine Scheidegrenze sein.“

Auf dem Gebiet der Alterssicherung ist die Bayerische Ärzteversorgung ein sichtbares Zeichen der erfolgreichen professionsübergreifenden Zusammenarbeit. Das Modell der berufsständischen Altersversorgung für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte bewährt sich seit nunmehr annähernd 100 Jahren und hat seine Stärke vielfach unter Beweis gestellt. Dem Versorgungswerk gehören auch rund 260 aktive Mitglieder aus dem Saarland an. Das Beitragsaufkommen aus dem kleinsten deutschen Flächenland beträgt 2,4 Mio. Euro, an Versorgungsempfänger werden 0,7 Mio. Euro ausgezahlt. Die Grundlage für die Mitgliedschaft der Tierärzte des Saarlandes bei der Bayerischen Ärzteversorgung bildet ein Staatsvertrag zwischen dem Freistaat Bayern, dem Land Rheinland-Pfalz und dem Saarland vom 19. Juni 1972. Mit Stichtag 1. Januar 1973 wurde das Versorgungswerk der Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz, dem auch die Tierärzte des Saarlandes per Staatsvertrag von 1962 angehörten, in die Bayerische Ärzteversorgung eingegliedert.

Portraitbild Dr. Ludes (Quelle: Ärztekammer des Saarlandes)

Der Landesausschuss der Bayerischen Ärzteversorgung hat in seiner Sitzung am 14.10.2020 den Vorstand der Bayerischen Versorgungskammer entlastet und den vorgelegten Jahresabschluss 2019 festgestellt. 

Der Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Jahre 2019 mutet an wie eine Rückblende in eine andere Wirtschaftswelt. Dennoch verdeutlicht er, dass die Bayerische Ärzteversorgung mit einer Nettoverzinsung in Höhe von 3,72 % (Vorjahr 3,62 %) gut aufgestellt ist und damit den derzeitigen Marktturbulenzen aus einer Position der Stärke begegnet. Die Kapitalanlagebestände erhöhten sich per saldo um 6,0 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro. Das Beitragsaufkommen des Versorgungswerkes wuchs um 3,8 % auf 1.366,6 Millionen Euro. Die freiwilligen Beitragszahlungen haben im Berichtsjahr weiter zugenommen und ein Volumen von 94,4 Millionen Euro (plus 9,3 %) erreicht. Erneut haben die Mitglieder damit ihr Vertrauen zu ihrem Versorgungswerk dokumentiert. Die Versorgungsleistungen erhöhten sich um 4,5 % auf 1.089,7 Millionen Euro.

Detaillierte Informationen finden Sie im Geschäftsbericht 2019, der auf Wunsch jedem Mitglied unter Angabe der Mitgliedsnummer übersandt wird. Eine elektronische Fassung steht im Online-Portal BÄV24 zur Verfügung.

Kontakt:
Bayerische Ärzteversorgung
V 120 - Frau Kohl
81919 München
Telefon: (089) 9235-8446
Telefax: (089) 9235-8767
E-Mail: info@bayerische-aerzteversorgung.de

Der Landesausschuss hat in seiner Sitzung beschlossen, die nach dem 31. Dezember 1984 erworbenen Anwartschaften der aktiven Mitglieder und alle eingewiesenen Versorgungsleistungen zum 01.01.2021 um 1,0 % zu dynamisieren. Als Reaktion auf die andauernde Niedrigzinsphase sahen sich die Mitglieder des Landesausschusses zudem veranlasst, den Rechnungszins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 % abzusenken. Diesem Beschluss ging eine entsprechende Empfehlung des Verwaltungsausschusses sowie des Vorstands der Bayerischen Versorgungskammer voraus. Die Anpassung des Rechnungszinses hat keinen Einfluss auf die Höhe der Leistungen der Bayerischen Ärzteversorgung, da sie aus der Gewinnrücklage finanziert wird. Sie dient vielmehr dem Ziel, die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des Versorgungswerks – unter den Vorzeichen eines fundamental veränderten Kapitalmarktumfelds – zu stärken.

Abbildung Landesausschusssitzung am 14.10.2020

Die konstituierende Vertreterversammlung der Tierärztekammer des Saarlandes hat in ihrer Sitzung am 29. Juli 2020 Dr. Arnold Ludes als Präsidenten der Tierärztekammer des Saarlandes für die Amtsperiode 2020 bis 2025 wiedergewählt. Dem künftigen Vorstand gehören darüber hinaus Dr. Marion Ludes (Vizepräsidentin), Dr. Susanne Hofstetter, Dr. Alexander Pack und Thomas Philippi (jeweils Beisitzer/in) an.

Standespolitisch engagiert sich Dr. Arnold Ludes bereits seit Ende der 1980er Jahre. Zum Präsidenten der Tierärztekammer des Saarlandes wurde er erstmalig 1996 gewählt. Seither lenkt er maßgeblich die Geschicke der saarländischen Tierärzteschaft und vertritt diese auch auf Bundes- und EU-Ebene, zeitweise auch als Vizepräsident der Bundestierärztekammer.

Seine berufliche Laufbahn führte ihn nach dem Studium und der Promotion zum Dr. med. vet. in den Landesdienst. Über zwei Jahrzehnte war er Amtstierarzt für den Landkreis Neunkirchen, nunmehr Abteilungsleiter für Landwirtschaft und Entwicklung ländlicher Raum im saarländischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Der gebürtige Trierer ist der erste Tierarzt im Saarland, der sich „Sanitätsrat“ nennen darf, ein nichtakademischer Ehrentitel für besonders verdienstvolle Mediziner. Die hohe Auszeichnung wurde ihm 2015 für sein außergewöhnliches berufliches und ehrenamtliches Engagement verliehen.

Der Bayerischen Ärzteversorgung gehören rund 260 aktive Mitglieder aus dem Saarland an. Das Beitragsaufkommen aus dem kleinsten deutschen Flächenland beträgt 2,4 Mio. Euro, an Versorgungsempfänger werden 0,7 Mio. Euro ausgezahlt. Die Grundlage für die Mitgliedschaft der Tierärzte des Saarlandes bei der Bayerischen Ärzteversorgung bildet ein Staatsvertrag zwischen dem Freistaat Bayern, dem Land Rheinland-Pfalz und dem Saarland vom 19. Juni 1972. Mit Stichtag 1. Januar 1973 wurde das Versorgungswerk der Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz, dem auch die Tierärzte des Saarlandes per Staatsvertrag von 1962 angehörten, in die Bayerische Ärzteversorgung eingegliedert.

Unser berufsständisches Versorgungswerk hat die Herausforderungen der Coronakrise bislang gut gemeistert, und vieles spricht dafür, dass dies auch für die möglicherweise noch bevorstehenden Prüfungen gilt. Die Bayerische Ärzteversorgung (BÄV) basiert auf einem robusten Geschäftsmodell, das sich durch ein flexibles Finanzierungsverfahren und ein breit diversifiziertes Kapitalanlageportfolio auszeichnet. Eine starke Solidargemeinschaft, basisnahe Selbstverwaltung sowie eine hohe Identifikation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter sind weitere Gründe für einen zuversichtlichen Blick in der Zukunft.

Um die Mitarbeiter zu schützen und zugleich den Geschäftsbetrieb abzusichern, hat die BÄV ab Mitte März 2020 überwiegend auf Homeoffice umgestellt. Dies erfolgte problemlos, so dass es hier zu praktisch keinerlei Einschränkungen der Arbeitsprozesse und bei der Erreichbarkeit kam. Derzeit erfolgt die schrittweise Rückkehr in den Normalbetrieb.

Die wirtschaftliche Auswirkung der aktuellen Krise lassen sich zum heutigen Zeitpunkt, Mitte des Jahres 2020, noch nicht vollständig abschätzen, denn maßgeblich ist die Bilanz zum Jahresende. Gegenwärtig sind weder negative Auswirkungen auf die Bestandsentwicklung noch auf das Beitragsaufkommen festzustellen. Dass unser Versorgungswerk in der Kapitalanlage an die wirtschaftlichen Erfolge des Jahres 2019 anknüpfen wird, ist allerdings unwahrscheinlich.

Beim Blick in die Zukunft ist noch kein klares Bild auszumachen. Die Coronakrise liegt wie ein grauer Schleier über den kommenden Monaten, auch die langfristigen Auswirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft sind noch unklar. Das Leben mit Krisen gehört allerdings zur Normalität, auch wenn Ursachen und Auswirkungen von deren zeitlichem Ausmaß als auch der sozio-ökonomischen Bedeutung her höchst unterschiedlich sein können. Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, bringt es auf den Punkt: „By failing to prepare, you are preparing to fail.“ Gute Vorbereitung ist das beste Krisenmanagement. Die BÄV hat vor Jahren sukzessive begonnen Sicherheitsmittel aufzubauen, um gerade auch für solche außergewöhnlichen Entwicklungen, wie einen exogenen Schock, gerüstet zu sein. Vor allem in schwierigen Zeiten zeigen sich die Belastbarkeit eines Geschäftsmodells, die Zukunftsfähigkeit und die Qualität der Belegschaft. Unser Versorgungswerk ist hier durchgängig gut aufgestellt und hat in den annähernd 100 Jahren des Bestehens schon so manche Herausforderung erfolgreich bestanden.

In den vergangenen Jahren hat sich nicht nur das Internet rasant weiterentwickelt, auch das Verhalten der Nutzer hat sich verändert. „Mobile first“ ist jetzt die Devise. Wir haben unsere neue Online-Präsenz daher im responsiven Design gestaltet. Das bedeutet, dass sich das Aussehen der Seite an das Gerät anpasst, das Sie zum Surfen verwenden. So haben Sie immer vollen Zugriff auf alle Informationen, Services und Anwendungen – unabhängig davon, ob Sie die Seite per PC, Laptop, Tablet oder Smartphone nutzen. Mit dem Relaunch erhält unser Internetauftritt nicht nur eine neue, frische Optik, sondern eine nutzerorientierte Strukturierung, bessere Bedienbarkeit und zusätzliche Informationen zu verschiedenen Themengebieten.

Die Coronakrise führt in vielen Fällen zu sinkenden Patientenzahlen und finanziellen Einbußen. Vor diesem Hintergrund beachten Sie bitte die folgenden Hinweise zur Beitragszahlung. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich gerne an Ihren zuständigen Sachbearbeiter.

Niedergelassene und selbständige Mitglieder:

Sofern Sie angesichts der derzeitigen Situation von einem niedrigeren Gewinn als bislang mitgeteilt oder prognostiziert ausgehen, passen wir auf Antrag Ihren vorläufigen monatlichen Beitrag entsprechend an. Bitte legen Sie uns in diesem Fall die voraussichtliche Minderung detailliert dar, idealerweise mit Bestätigung Ihres Steuerberaters oder Vorlage einer Kopie des Antrages auf Anpassung der ESt-VZ.

Bitte beachten Sie, dass Ihr endgültiger Pflichtbeitrag auf der Grundlage des tatsächlich erzielten reinen Berufseinkommens festgesetzt wird und bei zu geringen Abschlagszahlungen entsprechend hohe Beitragsnachforderungen anfallen. Zudem ist die Höhe Ihres späteren Ruhegeldes abhängig von der Höhe der eingezahlten Beiträge.

Wegen finanzieller Hilfsmaßnahmen, etwa durch Umsatzgarantien, Ausgleichszahlungen, Förderkredite oder Soforthilfen, wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständigen Stellen.

Angestellte Mitglieder:

Sollten Sie von Kurzarbeit betroffen sein, berücksichtigt Ihr Arbeitgeber dies bei der monatlich an uns abzugebenden Meldung. Insofern wird auch Ihr Beitrag an die Bayerische Ärzteversorgung ggf. angepasst. Details müssten bei Bedarf durch Ihren Arbeitgeber geklärt werden.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Situation haben uns in den vergangenen Tagen zahlreiche Anträge von Arbeitgebern auf Stundung von Mitgliedsbeiträgen erreicht. Wie möchten dies zum Anlass nehmen, um zu diesem Thema wie folgt zu informieren:

Schuldner der Beiträge ist bei einem Versorgungswerk wie der Bayerischen Ärzteversorgung – anders als bei der gesetzlichen Rentenversicherung – alleine das Mitglied (und nicht der Arbeitgeber). Es gibt auch keine Rechtsbeziehungen zwischen der Bayerischen Ärzteversorgung und den Arbeitgebern unserer Mitglieder. Somit besteht keine rechtliche Grundlage für etwaige Absprachen über Beitragszahlungen. Auch der § 76 SGB IV ist – anders als bei der gesetzlichen Rentenversicherung – nicht anwendbar.

Vor diesem Hintergrund ist gegenüber dem Arbeitgeber eine Stundung von Mitgliedsbeiträgen rechtlich nicht möglich. Wir bitten daher darum, die Beiträge unserer Mitglieder pünktlich bis Monatsende zu überweisen. Sollten Sie am Lastschriftverfahren teilnehmen, ist nichts zu veranlassen.

Die Nichtzahlung von Beiträgen geht zulasten der Anwartschaften des bei Ihnen angestellten Mitglieds. Vor diesem Hintergrund sind wir bei einem ausbleibenden Zahlungseingang – auch im Interesse des Mitglieds – verpflichtet, die Beiträge bei diesem direkt zu erheben und das Mitglied an Sie als Arbeitgeber zu verweisen.

Gegebenenfalls könnten Sie überprüfen, ob für Sie eine Finanzhilfe nach dem Soforthilfe-Programm des Freistaats Bayern (bzw. des Bundeslandes, in dem sie niedergelassen sind) oder des Bundes in Betracht kommt.

Die Information finden Sie zudem in einem Merkblatt. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Telefonnummer: +49 89 9235 8390
Faxnummer: +49 89 9235 778390
E-Mail: ag-betreuung@bayerische-aerzteversorgung.de

Der Corona-Erreger bringt den Alltag im ganzen Land gehörig durcheinander. Auch unser Service-Angebot bleibt davon nicht verschont.

Die Bayerische Ärzteversorgung unterstützt alle empfohlenen und angeordneten Maßnahmen, um einer weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Die Verwaltung bietet daher bis auf Weiteres keine persönlichen Beratungsgespräche an. Telefonisch, per E-Mail und postalisch sind wir selbstverständlich weiterhin für sie erreichbar. 

Wir bitten aber um Verständnis, dass es aufgrund der Dynamik des Geschehens auch zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen kann.

Sie erreichen uns unter:

Mitgliedschafts- und Beitragsangelegenheiten: +49 89 9235 7011
Versorgungsangelegenheiten: +49 89 9235 7413 
E-Mail: info@bayerische-aerzteversorgung.de

Arbeitgeberangelegenheiten: +49 89 9235 8390
E-Mail: ag-betreuung@bayerische-aerzteversorgung.de 

Wir danken für Ihre unermüdliche Arbeit in den Praxen und Krankenhäusern. Bleiben Sie gesund! Wir hoffen, dass diese Krise schnell überstanden ist.

Der Landesausschuss der Bayerischen Ärzteversorgung hat am 26.10.2019 den Vorstand der Bayerischen Versorgungskammer entlastet und den vorgelegten Jahresabschluss 2018 festgestellt. Trotz Niedrigzinsphase und den weiter sehr volatilen Finanzmärkten konnte ein insgesamt zufriedenstellendes Jahresergebnis erreicht werden. Mit einer Nettorendite von 3,62 % wurde der Rechnungszins von 3,50 % überschritten. Im Versicherungsbetrieb lassen sich ein Mitgliederneuzugang in Höhe von 1.431 Personen und damit um 1,5 % auf 94.677 konstatieren. Das Beitragsaufkommen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 45,6 Mio. € (+ 3,6 %) auf 1.316 Mio. € erhöht. Die Zahl der Versorgungsempfänger erhöhte sich im Jahr 2018 um 1.146 bzw. 3,2 % auf 37.247. Die Summe unserer Versorgungsleistungen ist gegenüber dem Vorjahr um 46,7 Mio. € bzw. 4,7 % auf 1.043 Mio. € angestiegen.

Detaillierte Informationen finden Sie im Geschäftsbericht 2018, der auf Wunsch jedem Mitglied unter Angabe der Mitgliedsnummer übersandt wird. Eine elektronische Fassung steht im Online-Portal BÄV24 zur Verfügung.

Kontakt:

Bayerische Ärzteversorgung
V 120 - Frau Kohl
81919 München
Telefon: (089) 9235-8446
Telefax: (089) 9235-8767
E-Mail: info@bayerische-aerzteversorgung.de

Der Landesausschuss der Bayerischen Ärzteversorgung hat in seiner Sitzung am 26.10.2019 beschlossen, im Jahr 2020 eine Dynamisierung der nach dem 31. Dezember 1984 erworbenen Anwartschaften der aktiven Mitglieder und aller eingewiesenen Versorgungsleistungen mit 1,5 % vorzunehmen.

Im Gegenzug zur Besteuerung der Versorgungsbezüge sind Beiträge zur Altersvorsorge im Rahmen des Sonderausgabenabzugs seit 2005 sukzessive absetzbar. Dadurch ergibt sich eine steuerliche Entlastung in der Ansparphase. Für das Jahr 2020 können 90 % der im Kalenderjahr geleisteten Beiträge zu berufsständischen Versorgungswerken steuerlich berücksichtigt werden. Das maximale Abzugsvolumen ist seit 2015 dynamisch an den Höchstbeitrag in der knappschaftlichen Rentenversicherung (West) gekoppelt und beläuft sich im Jahr 2020 auf 22.541 EUR für Ledige und 45.082 EUR bei Zusammenveranlagten. Bei Arbeitnehmern wird der Sonderausgabenabzug durch den steuerfreien Arbeitgeberanteil reduziert. 

Durch die zunehmende Differenz zwischen Brutto- und Nettorente ist zu empfehlen, die durch den Sonderausgabenabzug freiwerdenden Beträge auch zur Aufstockung der Altersversorgung zu verwenden.

Weitere Erläuterungen:
Faltblatt „Freiwillige Mehrzahlungen“