Aktuelles

Die konstituierende Vertreterversammlung der Tierärztekammer des Saarlandes hat in ihrer Sitzung am 29. Juli 2020 Dr. Arnold Ludes als Präsidenten der Tierärztekammer des Saarlandes für die Amtsperiode 2020 bis 2025 wiedergewählt. Dem künftigen Vorstand gehören darüber hinaus Dr. Marion Ludes (Vizepräsidentin), Dr. Susanne Hofstetter, Dr. Alexander Pack und Thomas Philippi (jeweils Beisitzer/in) an.

Standespolitisch engagiert sich Dr. Arnold Ludes bereits seit Ende der 1980er Jahre. Zum Präsidenten der Tierärztekammer des Saarlandes wurde er erstmalig 1996 gewählt. Seither lenkt er maßgeblich die Geschicke der saarländischen Tierärzteschaft und vertritt diese auch auf Bundes- und EU-Ebene, zeitweise auch als Vizepräsident der Bundestierärztekammer.

Seine berufliche Laufbahn führte ihn nach dem Studium und der Promotion zum Dr. med. vet. in den Landesdienst. Über zwei Jahrzehnte war er Amtstierarzt für den Landkreis Neunkirchen, nunmehr Abteilungsleiter für Landwirtschaft und Entwicklung ländlicher Raum im saarländischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Der gebürtige Trierer ist der erste Tierarzt im Saarland, der sich „Sanitätsrat“ nennen darf, ein nichtakademischer Ehrentitel für besonders verdienstvolle Mediziner. Die hohe Auszeichnung wurde ihm 2015 für sein außergewöhnliches berufliches und ehrenamtliches Engagement verliehen.

Der Bayerischen Ärzteversorgung gehören rund 260 aktive Mitglieder aus dem Saarland an. Das Beitragsaufkommen aus dem kleinsten deutschen Flächenland beträgt 2,4 Mio. Euro, an Versorgungsempfänger werden 0,7 Mio. Euro ausgezahlt. Die Grundlage für die Mitgliedschaft der Tierärzte des Saarlandes bei der Bayerischen Ärzteversorgung bildet ein Staatsvertrag zwischen dem Freistaat Bayern, dem Land Rheinland-Pfalz und dem Saarland vom 19. Juni 1972. Mit Stichtag 1. Januar 1973 wurde das Versorgungswerk der Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz, dem auch die Tierärzte des Saarlandes per Staatsvertrag von 1962 angehörten, in die Bayerische Ärzteversorgung eingegliedert.

Unser berufsständisches Versorgungswerk hat die Herausforderungen der Coronakrise bislang gut gemeistert, und vieles spricht dafür, dass dies auch für die möglicherweise noch bevorstehenden Prüfungen gilt. Die Bayerische Ärzteversorgung (BÄV) basiert auf einem robusten Geschäftsmodell, das sich durch ein flexibles Finanzierungsverfahren und ein breit diversifiziertes Kapitalanlageportfolio auszeichnet. Eine starke Solidargemeinschaft, basisnahe Selbstverwaltung sowie eine hohe Identifikation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter sind weitere Gründe für einen zuversichtlichen Blick in der Zukunft.

Um die Mitarbeiter zu schützen und zugleich den Geschäftsbetrieb abzusichern, hat die BÄV ab Mitte März 2020 überwiegend auf Homeoffice umgestellt. Dies erfolgte problemlos, so dass es hier zu praktisch keinerlei Einschränkungen der Arbeitsprozesse und bei der Erreichbarkeit kam. Derzeit erfolgt die schrittweise Rückkehr in den Normalbetrieb.

Die wirtschaftliche Auswirkung der aktuellen Krise lassen sich zum heutigen Zeitpunkt, Mitte des Jahres 2020, noch nicht vollständig abschätzen, denn maßgeblich ist die Bilanz zum Jahresende. Gegenwärtig sind weder negative Auswirkungen auf die Bestandsentwicklung noch auf das Beitragsaufkommen festzustellen. Dass unser Versorgungswerk in der Kapitalanlage an die wirtschaftlichen Erfolge des Jahres 2019 anknüpfen wird, ist allerdings unwahrscheinlich.

Beim Blick in die Zukunft ist noch kein klares Bild auszumachen. Die Coronakrise liegt wie ein grauer Schleier über den kommenden Monaten, auch die langfristigen Auswirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft sind noch unklar. Das Leben mit Krisen gehört allerdings zur Normalität, auch wenn Ursachen und Auswirkungen von deren zeitlichem Ausmaß als auch der sozio-ökonomischen Bedeutung her höchst unterschiedlich sein können. Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, bringt es auf den Punkt: „By failing to prepare, you are preparing to fail.“ Gute Vorbereitung ist das beste Krisenmanagement. Die BÄV hat vor Jahren sukzessive begonnen Sicherheitsmittel aufzubauen, um gerade auch für solche außergewöhnlichen Entwicklungen, wie einen exogenen Schock, gerüstet zu sein. Vor allem in schwierigen Zeiten zeigen sich die Belastbarkeit eines Geschäftsmodells, die Zukunftsfähigkeit und die Qualität der Belegschaft. Unser Versorgungswerk ist hier durchgängig gut aufgestellt und hat in den annähernd 100 Jahren des Bestehens schon so manche Herausforderung erfolgreich bestanden.

In den vergangenen Jahren hat sich nicht nur das Internet rasant weiterentwickelt, auch das Verhalten der Nutzer hat sich verändert. „Mobile first“ ist jetzt die Devise. Wir haben unsere neue Online-Präsenz daher im responsiven Design gestaltet. Das bedeutet, dass sich das Aussehen der Seite an das Gerät anpasst, das Sie zum Surfen verwenden. So haben Sie immer vollen Zugriff auf alle Informationen, Services und Anwendungen – unabhängig davon, ob Sie die Seite per PC, Laptop, Tablet oder Smartphone nutzen. Mit dem Relaunch erhält unser Internetauftritt nicht nur eine neue, frische Optik, sondern eine nutzerorientierte Strukturierung, bessere Bedienbarkeit und zusätzliche Informationen zu verschiedenen Themengebieten.

Die Coronakrise führt in vielen Fällen zu sinkenden Patientenzahlen und finanziellen Einbußen. Vor diesem Hintergrund beachten Sie bitte die folgenden Hinweise zur Beitragszahlung. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich gerne an Ihren zuständigen Sachbearbeiter.

Niedergelassene und selbständige Mitglieder:

Sofern Sie angesichts der derzeitigen Situation von einem niedrigeren Gewinn als bislang mitgeteilt oder prognostiziert ausgehen, passen wir auf Antrag Ihren vorläufigen monatlichen Beitrag entsprechend an. Bitte legen Sie uns in diesem Fall die voraussichtliche Minderung detailliert dar, idealerweise mit Bestätigung Ihres Steuerberaters oder Vorlage einer Kopie des Antrages auf Anpassung der ESt-VZ.

Bitte beachten Sie, dass Ihr endgültiger Pflichtbeitrag auf der Grundlage des tatsächlich erzielten reinen Berufseinkommens festgesetzt wird und bei zu geringen Abschlagszahlungen entsprechend hohe Beitragsnachforderungen anfallen. Zudem ist die Höhe Ihres späteren Ruhegeldes abhängig von der Höhe der eingezahlten Beiträge.

Wegen finanzieller Hilfsmaßnahmen, etwa durch Umsatzgarantien, Ausgleichszahlungen, Förderkredite oder Soforthilfen, wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständigen Stellen.

Angestellte Mitglieder:

Sollten Sie von Kurzarbeit betroffen sein, berücksichtigt Ihr Arbeitgeber dies bei der monatlich an uns abzugebenden Meldung. Insofern wird auch Ihr Beitrag an die Bayerische Ärzteversorgung ggf. angepasst. Details müssten bei Bedarf durch Ihren Arbeitgeber geklärt werden.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Situation haben uns in den vergangenen Tagen zahlreiche Anträge von Arbeitgebern auf Stundung von Mitgliedsbeiträgen erreicht. Wie möchten dies zum Anlass nehmen, um zu diesem Thema wie folgt zu informieren:

Schuldner der Beiträge ist bei einem Versorgungswerk wie der Bayerischen Ärzteversorgung – anders als bei der gesetzlichen Rentenversicherung – alleine das Mitglied (und nicht der Arbeitgeber). Es gibt auch keine Rechtsbeziehungen zwischen der Bayerischen Ärzteversorgung und den Arbeitgebern unserer Mitglieder. Somit besteht keine rechtliche Grundlage für etwaige Absprachen über Beitragszahlungen. Auch der § 76 SGB IV ist – anders als bei der gesetzlichen Rentenversicherung – nicht anwendbar.

Vor diesem Hintergrund ist gegenüber dem Arbeitgeber eine Stundung von Mitgliedsbeiträgen rechtlich nicht möglich. Wir bitten daher darum, die Beiträge unserer Mitglieder pünktlich bis Monatsende zu überweisen. Sollten Sie am Lastschriftverfahren teilnehmen, ist nichts zu veranlassen.

Die Nichtzahlung von Beiträgen geht zulasten der Anwartschaften des bei Ihnen angestellten Mitglieds. Vor diesem Hintergrund sind wir bei einem ausbleibenden Zahlungseingang – auch im Interesse des Mitglieds – verpflichtet, die Beiträge bei diesem direkt zu erheben und das Mitglied an Sie als Arbeitgeber zu verweisen.

Gegebenenfalls könnten Sie überprüfen, ob für Sie eine Finanzhilfe nach dem Soforthilfe-Programm des Freistaats Bayern (bzw. des Bundeslandes, in dem sie niedergelassen sind) oder des Bundes in Betracht kommt.

Die Information finden Sie zudem in einem Merkblatt. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Telefonnummer: +49 89 9235 8390
Faxnummer: +49 89 9235 778390
E-Mail: ag-betreuung@bayerische-aerzteversorgung.de

Der Corona-Erreger bringt den Alltag im ganzen Land gehörig durcheinander. Auch unser Service-Angebot bleibt davon nicht verschont.

Die Bayerische Ärzteversorgung unterstützt alle empfohlenen und angeordneten Maßnahmen, um einer weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Die Verwaltung bietet daher bis auf Weiteres keine persönlichen Beratungsgespräche an. Telefonisch, per E-Mail und postalisch sind wir selbstverständlich weiterhin für sie erreichbar. 

Wir bitten aber um Verständnis, dass es aufgrund der Dynamik des Geschehens auch zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen kann.

Sie erreichen uns unter:

Mitgliedschafts- und Beitragsangelegenheiten: +49 89 9235 7011
Versorgungsangelegenheiten: +49 89 9235 7413 
E-Mail: info@bayerische-aerzteversorgung.de

Arbeitgeberangelegenheiten: +49 89 9235 8390
E-Mail: ag-betreuung@bayerische-aerzteversorgung.de 

Wir danken für Ihre unermüdliche Arbeit in den Praxen und Krankenhäusern. Bleiben Sie gesund! Wir hoffen, dass diese Krise schnell überstanden ist.

Der Landesausschuss der Bayerischen Ärzteversorgung hat am 26.10.2019 den Vorstand der Bayerischen Versorgungskammer entlastet und den vorgelegten Jahresabschluss 2018 festgestellt. Trotz Niedrigzinsphase und den weiter sehr volatilen Finanzmärkten konnte ein insgesamt zufriedenstellendes Jahresergebnis erreicht werden. Mit einer Nettorendite von 3,62 % wurde der Rechnungszins von 3,50 % überschritten. Im Versicherungsbetrieb lassen sich ein Mitgliederneuzugang in Höhe von 1.431 Personen und damit um 1,5 % auf 94.677 konstatieren. Das Beitragsaufkommen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 45,6 Mio. € (+ 3,6 %) auf 1.316 Mio. € erhöht. Die Zahl der Versorgungsempfänger erhöhte sich im Jahr 2018 um 1.146 bzw. 3,2 % auf 37.247. Die Summe unserer Versorgungsleistungen ist gegenüber dem Vorjahr um 46,7 Mio. € bzw. 4,7 % auf 1.043 Mio. € angestiegen.

Detaillierte Informationen finden Sie im Geschäftsbericht 2018, der auf Wunsch jedem Mitglied unter Angabe der Mitgliedsnummer übersandt wird. Eine elektronische Fassung steht im Online-Portal BÄV24 zur Verfügung.

Kontakt:

Bayerische Ärzteversorgung
V 120 - Frau Kohl
81919 München
Telefon: (089) 9235-8446
Telefax: (089) 9235-8767
E-Mail: info@bayerische-aerzteversorgung.de

Der Landesausschuss der Bayerischen Ärzteversorgung hat in seiner Sitzung am 26.10.2019 beschlossen, im Jahr 2020 eine Dynamisierung der nach dem 31. Dezember 1984 erworbenen Anwartschaften der aktiven Mitglieder und aller eingewiesenen Versorgungsleistungen mit 1,5 % vorzunehmen.

Im Gegenzug zur Besteuerung der Versorgungsbezüge sind Beiträge zur Altersvorsorge im Rahmen des Sonderausgabenabzugs seit 2005 sukzessive absetzbar. Dadurch ergibt sich eine steuerliche Entlastung in der Ansparphase. Für das Jahr 2020 können 90 % der im Kalenderjahr geleisteten Beiträge zu berufsständischen Versorgungswerken steuerlich berücksichtigt werden. Das maximale Abzugsvolumen ist seit 2015 dynamisch an den Höchstbeitrag in der knappschaftlichen Rentenversicherung (West) gekoppelt und beläuft sich im Jahr 2020 auf 22.541 EUR für Ledige und 45.082 EUR bei Zusammenveranlagten. Bei Arbeitnehmern wird der Sonderausgabenabzug durch den steuerfreien Arbeitgeberanteil reduziert. 

Durch die zunehmende Differenz zwischen Brutto- und Nettorente ist zu empfehlen, die durch den Sonderausgabenabzug freiwerdenden Beträge auch zur Aufstockung der Altersversorgung zu verwenden.

Weitere Erläuterungen:
Faltblatt „Freiwillige Mehrzahlungen“

Cookie Hinweis

Um Ihre Erfahrungen mit unserer Webseite zu optimieren, verwenden wir Cookies. Dabei unterscheiden wir zwischen technisch notwendigen und nicht notwendigen Cookies. Weitere Informationen bezüglich aller zum Einsatz kommenden Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.